Schauspieler Harry Anderson („Harrys wundersames Strafgericht“) mit 65 verstorben

    Zauberkünstler wurde zum beliebten Sitcom-Star

    Schauspieler Harry Anderson ("Harrys wundersames Strafgericht") mit 65 verstorben – Zauberkünstler wurde zum beliebten Sitcom-Star – Bild: NBC
    Harry Anderson als Richter Harold T. Stone in „Harrys wundersames Strafgericht“

    Im Alter von nur 65 Jahren ist der amerikanische Schauspieler Harry Anderson verstorben. Vor allem dank der Rolle des Richters Harold „Harry“ T. Stone in der Sitcom „Harrys wundersames Strafgericht“ (Originaltitel „Night Court“) wurde Anderson in den 1980ern populär. Für den Part wurde Anderson zwischen 1985 und 1987 dreimal für einen Hauptdarsteller-Emmy nominiert. Eine Todesursache ist laut Deadline nicht bekannt: Der Schauspieler wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden, die Umstände deuten auf eine natürliche Todesursache hin.

    Eigentlich war Anderson ein Illusionist. Mit Auftritten bei „Saturday Night Live“ kam er zu einer Gastrolle als Harry „the Hat“, ein Trickbetrüger, in „Cheers“, später folgten prominentere Auftritte bei „Late Night with David Letterman“. So blieb Anderson bei NBC im Gespräch, wo er schließlich 1984 die Rolle als Richter eines „Spät-Gerichts“ in Manhattan erhält. Das Gericht verhandelt meist Bagatellfälle, nachdem die meisten anderen Gerichte schon Dienstschluss haben. Somit müssen Aufgegriffene – Diebe, Prostituierte, Fälle von Trunkenheit und ungebührlichem Verhalten – nicht über Nacht in einer Gefängniszelle verbleiben, sondern erhalten schnell ein Urteil, zahlen ihre Strafe und können nach Hause gehen.

    Dabei wurden Richter Harry Stone diverse Eigenheiten von Darsteller Anderson mit auf den Weg gegeben, unter anderem seine Liebe zur Magie und magischen Tricks sowie für den Sänger Mel Tormé. An seiner Seite hatte der Richter die Gerichtsdiener Nostradamus ‚Bull‘ Shannon (Richard Moll) und Rosalind ‚Roz‘ Russell (Marsha Warfield) und den schleimigen Staatsanwalt Dan Fielding (John Larroquette). Als Strafverteidiger war ab der dritten Staffel Markie Post („Ein Colt für alle Fälle“) als Christine Sullivan dabei, Charles Robinson porträtierte den Verwaltungsangestellten Mac. In den beiden ersten Staffeln waren die Rolle der Staatsanwältin sowie der weiblichen Gerichtsdiener (gleich zwei Darstellerinnen im Seniorenalter verstarben an Krebserkrankungen) je zweifach gewechselt worden.

    Nach dem Ende von „Harrys wundersames Strafgericht“ nach neun Staffeln im Jahr 1992 bekam Anderson die Titelrolle in der CBS-Comedy „Immer Ärger mit Dave“, die es auf knapp 100 Folgen brachte, aber bei weitem nicht die popkulturelle Relevanz von „Harrys wundersames Strafgericht“ erlangte.

    Danach kehrte Anderson Hollywood zum Jahrtausendwechsel weitgehend den Rücken und konzentrierte sich auf Magie und Illusionen. Zu der Zeit ließ er sich auch von seiner ersten Frau scheiden, mit der er zwei Kinder hatte. Anderson ging nach New Orleans, das er nach Hurrikan Katrina Richtung North Carolina verließ.

    2008 besuchte Anderson „30 Rock“ für eine Mini-“Night Court“-Reunion. Zahlreiche Mitglieder der Entertainment-Community drückten ihre Bestürzung über Andersons verhältnismäßig frühen Tod aus und teilten Anekdoten und Erfahrungen mit ihm.

    17.04.2018, 11:14 Uhr – Bernd Krannich/ladyblackwoodconsulting.com

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Miboba am 21.04.2018 20:02

      Harrys wundersames Strafgericht ist eine meiner Lieblingsserien. Schade, dass sie in Deutschland so selten läuft.

      RIP Harry

      Miboba
        hier antworten
      • Sir Hilary am 17.04.2018 21:49 via tvforen.de

        Das macht .ich traurig , wegen des nicht hohen Alters , aber auch wegen seiner großartigen Rolle in dieser witzigen und doch so warmherzigen Serie .....


        Gruß

        Sir Hilary
        • Snake Plissken am 17.04.2018 22:07 via tvforen.de

          Der Name war mir zuerst kein Begriff und Harrys wundersames Strafgericht kenne ich nur vom Hörensagen, aber "Harry the hat" aus Cheers und ebenso "Immer Ärger mit Dave" sind mir durchaus Begriffe. Das ist sehr traurig, in seinen Rollen kam er immer durchaus liebenswert rüber :-( Snake

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